Zum Inhalt springen
Eiseule Eiseule

Wie viel kW / BTU braucht meine Klimaanlage?

Stand: Juni 2026 · Eiseule-Redaktion

Die richtige Kühllast entscheidet, ob Dein Gerät den Raum schnell und leise kühlt – oder dauerhaft am Limit läuft. Zu klein = laut, ineffizient, nie richtig kühl. Zu groß = teuer und ineffizientes Takten. Unser Rechner sagt Dir auf Basis offener Faustformeln, welche Leistung passt.

Standard 2,5 m · Altbau oft 3,0 m+

je Person +100 W

Empfohlene Kühlleistung

1.9 kW

6.400 BTU/h

Typische Geräteklasse: ~7.000 BTU

Beides denkbar. Ein Monoblock geht, eine Split-Anlage ist effizienter & leiser. Wir zeigen Dir beide Wege.

Passende mobile Klimageräte ansehen *Kostenlose Angebote von Fachbetrieben

* Werbe-/Affiliate-Link. Kaufst Du darüber, erhalten wir eine Provision – für Dich ohne Mehrkosten.

Was kostet der Betrieb? → Stromkosten-Rechner

Die Eiseule rät

Richtig dimensionieren lohnt sich: Ein zu kleines Gerät läuft dauerhaft am Limit (laut & teuer), ein zu großes taktet ineffizient. Dieser Wert ist eine gute Orientierung – kombiniere ihn mit baulichem Hitzeschutz.

So rechnen wir (Methodik offenlegen)

Additives Faustformel-Modell, Schritt für Schritt:

  1. Grundlast = Fläche × spezifische Last (gut 60 / mittel 80 / schlecht 100 W/m²) × Höhenfaktor (Decke ÷ 2,5 m, begrenzt 1,0–1,4).
  2. Sonnen-Zuschlag: +15 % bei starker Einstrahlung.
  3. + 100 W je Person, + Wärmequellen (0 / 150 / 400 W).
  4. + 10 % Sicherheitszuschlag für Reserve/Realbetrieb.
  5. Umrechnung: 1 W = 3,412 BTU/h; kW auf 0,1 gerundet, BTU auf 100 gerundet.

Disclaimer: Dieser Rechner liefert eine Orientierung auf Basis anerkannter Faustformeln und ersetzt keine professionelle Kühllastberechnung (z. B. nach VDI 2078) durch einen Fachbetrieb.

Was ist die Kühllast – und warum nicht einfach „mehr ist besser"?

Die Kühllast ist die Wärmemenge, die ein Gerät pro Stunde aus dem Raum abführen muss, um eine angenehme Temperatur zu halten. Sie hängt von Fläche, Raumhöhe, Dämmung, Sonneneinstrahlung, Personen und Wärmequellen ab. Ein überdimensioniertes Gerät kühlt zwar schnell, schaltet dann aber häufig ab und an (Takten) – das ist ineffizient und entfeuchtet schlecht. Ein unterdimensioniertes Gerät läuft dauerhaft auf Volllast, ist laut und erreicht die Wunschtemperatur nie ganz.

Monoblock vs. Split – ehrlich eingeordnet

Mobile Monoblock-Geräte sind flexibel und genehmigungsfrei – ideal für Miete. Durch den Abluftschlauch verlieren sie aber effektiv Leistung. Split-Anlagen sind effizienter und leiser, brauchen jedoch einen Fachbetrieb für die Installation und in der Mietwohnung die Zustimmung des Vermieters. Welcher Weg für Dich passt, zeigt Dir der Rechner oben direkt an.

Häufige Fragen

Wie viel BTU brauche ich für 20 m²?

Für einen durchschnittlich gedämmten 20-m²-Raum mit normaler Sonne und einer Person liegt der Bedarf bei rund 1,9 kW bzw. etwa 6.400 BTU/h – also typischerweise ein Gerät der ~7.000-BTU-Klasse. Bei starker Sonne, Dachgeschoss oder mehr Personen steigt der Wert.

Reicht ein 9.000-BTU-Gerät für mein Schlafzimmer?

Ein 9.000-BTU-Gerät (~2,6 kW) deckt grob Räume bis ~25–30 m² bei normaler Lage ab. Im Dachgeschoss oder bei starker Sonne kann der Bedarf höher liegen. Nutze den Rechner mit Deinen echten Werten – und denke bei Monoblock-Geräten an eine großzügige Reserve.

Monoblock oder Split fürs Dachgeschoss?

Dachgeschoss bedeutet meist hohe Kühllast (schlechte Dämmung, viel Sonne). Übersteigt der Bedarf ~3,5 kW, ist eine Split-Anlage effizienter und leiser. Ein Monoblock geht zwar, muss dann aber großzügig dimensioniert werden und verliert durch den Abluftschlauch Effektivleistung.

Warum verliert ein Monoblock-Gerät Kühlleistung?

Der Abluftschlauch bläst warme Luft nach draußen – die fehlende Luft strömt als warme Außenluft durch Ritzen nach (Unterdruck). Dadurch sinkt die effektiv im Raum ankommende Kühlleistung. Eine gute Fensterabdichtung und großzügige Dimensionierung helfen.

Passt zu diesem Rechner